Volleyballerinnen gewinnen gegen Berlin 3:0 und stehen vor großem Umbruch
Leverkusen scheint ein angenehmes Pflaster für Trainer zu sein. Zumindest im Volleyball. Nach Dirk Sauermann der zweimal unter dem Bayer-Kreuz als Coach tätig war und nun in den Volleyball-Ruhestand gegangen ist, ist auch sein Nachfolger Tigin Yaglioglu, der zugleich auch sein Vorgänger war, zurück an den Rhein gekommen. Er coachte die Mannschaft bereits bei ihrem letzten Saisonspiel Freitagnachmittag beim 3:0 (25:12, 25:12, 27:25) über den BBSC Berlin und feierte so einen gelungenen Einstand.
Gleichzeitig konnte der 34-jährige nach Spielende auch einen emotionalen Abschied etlicher Akteurinnen begleiten, die er zum Teil noch aus der Zeit seines ersten Engagements in Leverkusen kannte: Sarah Overländer und Lena Rößler beendeten ihre Hallen- und Sandkarriere, Alicia Olikagu zieht es zum Studium in die USA, Viktoria Dörschug und Svenja Enning pritschen zukünftig in der Ersten Liga, Betty Lange gibt ihrem Job Priorität, Jule Hellmann arbeitet als Lehrerin in Wuppertal und Libera Tessa Müller absolviert ein Auslandssemester in Spanien. In Summe verlassen acht Spielerinnen den Verein – ein großer Umbruch.
Die Volleys begannen mit großer Lust und Energie, ließen Berlin in den ersten beiden Sätzen nie ins Spiel kommen. Egal, in welcher Besetzung. Tigin Yaglioglu wechselte früh und viel; so wie man es von ihm auch in Erinnerung hatte. Auch startete er in jeden Satz mit einer anderen Formation. So wurde jede Spielerin miteinbezogen und hatte ihren Anteil am Erfolg, den die Leverkusenerinnen im dritten Satz noch mal hart erkämpfen mussten. Berlin war jetzt nämlich drin in der Partie, führte zunächst, hatte am Ende sogar einen Satzball, der aber nicht verwertet werden konnte. Stattdessen drehten die Volleys den Spieß um und sicherten sich nach 68 Minuten reiner Spielzeit knapp mit 27:25 auch diesen Durchgang.
„Wir hatten uns taktisch nicht groß vorbereitet, haben aber so ziemlich alles richtig gut gemacht. Wichtig und gewollt war, dass wir mit 100 Prozent Emotionalität in dies Partie gehen“, erzählte Yaglioglu nach seinem Einstand.
Quelle: Leverkusener Stadtanzeiger, Michael Zeihen, 4.05.26























