Der 51-Jährige möchte nach der Geburt des zweiten Kindes mehr Zeit für die Familie haben
Am Wochenende steht für die BayerVolleys die zugleich leichteste und schwierigste Aufgabe in dieser Saison an: Sie treten bei Spitzenreiter Vilsbiburg an. Der Tabellenführer musste erst eine Partie abgeben, steht souverän ganz oben. Die Chance dort zu gewinnen, ist gering. Aber es gibt sie. Daher fahren die Volleys ganz entspannt nach Bayern. Zu verlieren gibt es dort nichts für die Leverkusenerinnen.Nicht mit auf die Reise wird Trainer Dirk Sauermann gehen. Er weilt seit einigen Tagen in Finnland, weil er seiner Frau bei der Geburt des zweiten Kindes beistehen will. Sauermann wollte nicht schon wieder eine Geburt versäumen. Bei Spielern im Profigeschäft ist diese Vorgehensweise heutzutage schon normal, bei Trainern dagegen selten. „Es war mir sehr wichtig , dabei zu sein, wenn meine Frau unser Kind zur Welt bringt. Der ausgerechnete Geburtstermin hat sich mit unserem Saisonende überschnitten, so dass ich eine Entscheidung treffen musste. Die habe ich dann zugunsten meiner Familie getroffen. Für die letzten beiden Saisonspiele wird der Verein eine Lösung finden“, so Dirk Sauermann, der in der kommenden Spielzeit nicht mehr Trainer der Volleys sein wird.
Auch bei dieser bei dieser Entscheidung liegt der Fokus des 51-Jährigen bei seiner Familie. Sauermann wird zukünftig. Als Physiotherapeut arbeiten. Kann dann auf „normale“ Arbeitszeiten und freie Wochenenden zurückgreifen, um so viel mehr Zeit mit der Familie zu verbringen.
Die Mannschaft wurde natürlich über die Entscheidung ihres Trainers informiert. In Vilsbiburg wird Abteilungsleiter Jürgen Rothe, der seit Jahrzehnten im Volleyball beheimatet ist und das nötige Fachwissen besitzt, zusammen mit einer noch nicht benannten weiteren Person für das Team verantwortlich sein. „Wir nehmen in Vilsbiburg gerne die Außenseiterrolle ein. Mir freuen uns auf die Begegnung mit dem Meister und werden uns so teuer wie möglich verkaufen, denn wir haben nach der Reise durch die halbe Republik nichts zu verschenken“ erklärt Rothe.
Quelle: Leverkusener Stadtanzeiger, Michael Zeihen, 25.04.26























