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Sieg in einem Spiel am Limit

Trotz positiven Coronatests haben die BayerVolleys gegen Hamburg keine Mühe.

Die Volleyball-Zweitliga-Partie zwischen den BayerVolleys und dem Eimsbütteler TV war ein Spiel am Limit. Dies betrifft weniger den klaren 3:0 (25:18, 25:11, 25:20)-Sieg der Leverkusenerinnen als den extremen Verlauf, den diese Partie hatte: Aufgrund der seit Tagen auch in Leverkusen steigenden Zahl von positiv auf Corona getesteten Menschen hatte Volleyball-Abteilungsleiter Jürgen Rothe am frühen Morgen des Spieltags Kontakt mit der Volleyball-Liga aufgenommen. Es musste abgeklärt werden, ob in Leverkusen Tests für die Mannschaft und die Trainer durchzuführen sind und nach deren Ergebnis entschieden wird, ob die Begegnung stattfindet. Die Liga sagte: Ja, es müssen Tests durchgeführt werden. Auch mit dem hiesigen Gesundheitsamt wurde Kontakt aufgenommen, um eine Meinung einzuholen. Nun war Jürgen Rothe gefragt, in der Kürze der Zeit Fachpersonal zu finden, das die Tests am Team durchführt. Zudem mussten die Tests dann auch noch so schnell ausgewertet sein, dass nicht erst fünf Minuten vor dem ersten Aufschlag die Ergebnissen vorliegen. Der Spielbeginn war am Samstag für 19.30 Uhr angesetzt. Beides gelang. In einem Konferenz-Raum der BayArena wurde flugs ein Labor aufgebaut, zwischen 17.30 Uhr und 18 Uhr wurden alle Betroffenen getestet und innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne lagen auch schon die Ergebnisse vor. Und die sorgten für einen großen Schreck: Eine der Spielerinnen war positiv getestet. Sie und eine weitere Akteurin, die mit ihr zusammen war, wurden aus dem Verkehr gezogen.

„Diesen Schock mussten Mannschaft und Trainer erst mal verdauen. Nach weiterer Rücksprache mit der Liga haben wir dann aber grünes Licht für das Spiel bekommen“, berichtete Jürgen Rothe. Das Okay der Liga kam um 18.15 Uhr. Der Gegner aus Hamburg war zu diesem Zeitpunkt schon in Leverkusen. Bei einer Absage der Begegnung hätte Eimsbüttel unverrichteter Dinge wieder die Heimreise antreten müssen. Brauchten die Hanseatinnen dann aber nicht. Sie konnten mit kompletter Besetzung gegen nur acht Bayer-Spielerinnen antreten.

Die Hoffnung der Gäste, gegen die dezimierten Bayer-Volleys zu einem Erfolg zu kommen, währte aber nicht lange. Nur in der Anfangsphase des ersten Satzes konnte der ETV mithalten, dann setzte sich das Leverkusener Team, in dem Lena Overländer und Lilly Werscheck eine überragende Leistung zeigten, souverän ab und behielt diese Souveränität die komplette Partie bei. Aus dem 8:7 wurde ein 14:9 im ersten Satz; auch das Aufbäumen der Gäste zum 18:16 konterte Bayer und sicherte sich mit 25:18 souverän den Auftaktdurchgang.

Der zweite Satz geriet zur Bühne für Overländer und Werscheck: 18 Punkte erzielte allein dieses Duo und trug wesentlich zum klaren 25:11 bei. Auch Satz Nummer drei wurde von den Volleys kontrolliert. „Nach dem ersten Schreck über den Test hat sich meine Mannschaft schnell auf das Spiel konzentriert und sich genau an die nur zwei Vorgaben gehalten“, erklärte Trainer Tigin Yaglioglu. Eine der Vorgaben bestand darin, mutige und druckvolle Aufschläge zu produzieren. Seine Spielerinnen hielten sich mit Begeisterung daran. Clara Wübbeke sorgte für acht Punkte in Folge; Lena Overländer machte es ähnlich stark. „Mit nur acht Spielerinnen so souverän aufzutreten, spricht für unsere Qualität“, bilanzierte Yaglioglu zufrieden.

Quelle: Leverkusener Stadtanzeiger, Michael Zeihen, Montag, 12. Oktober 2020

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